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Metoclopramid

Auch bekannt als: Clopra Mcp-Ratiopharm Propulsin
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Disclaimer: Diese Patienteninformation dient der Aufklärung und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei gesundheitlichen Fragen ist eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung erforderlich.

Reglan – Definition, Klasse und primärer Verwendungszweck

Reglan (Metoclopramid) ist ein Dopamin-D2-Rezeptorantagonist mit prokinetischer Wirkung und antiemetischer Anwendung.

Es gehört zur Gruppe der Antiemetika (Medikamente gegen Übelkeit) und wirkt zugleich auf den Magen-Darm-Trakt, wodurch die Entleerung des Magens beschleunigt wird.

Der primäre Nutzen besteht in der Linderung von Übelkeit und Erbrechen sowie der Förderung der Magenentleerung, insbesondere bei verzögerter Magenentleerung (Gastroparese) oder bestimmten Auslösern von Übelkeit.

Die Verfügbarkeit erfolgt in Abhängigkeit von lokalen Vorschriften in der Regel nach ärztlicher Verordnung oder Verschreibungspflicht, und die Anwendung richtet sich nach individuellen medizinischen Indikationen.

Anwendungsgebiete von Reglan – Indikationen in der Praxis

Zugelassene Indikationen umfassen Übelkeit und Erbrechen aufgrund verschiedener Ursachen sowie eine verzögerte Magenentleerung. Zusätzlich werden in der Praxis gelegentlich weitere klinische Einsatzbereiche geprüft, weshalb die Behandlung stets individuell festgelegt wird.

Im Verlauf von Therapien kann Reglan als antiemetisches Mittel eingesetzt werden, um das Erbrechen zu verhindern, insbesondere wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken.

Bei medizinischen Eingriffen oder Behandlungen, die Übelkeit fördern können, kommt Reglan unter ärztlicher Aufsicht als unterstützende Maßnahme in Frage.

Bei Störungen der Magenentleerung, wie sie bei bestimmten Stoffwechsel- oder neurologischen Erkrankungen auftreten, ist Reglan eine Option zur Förderung der Beweglichkeit des Magens und Darms, sofern keine Gegenanzeigen bestehen.

Wichtige Hinweise: Die medizinische Entscheidung hängt von der individuellen Situation ab; nicht alle potenziellen Anwendungen treffen in jedem Fall zu. Zur Klärung der Indikation wird empfohlen, die offizielle Fachinformation bzw. ärztliche Beratung zu konsultieren.

Es folgt eine Übersicht zu zwei häufigen Indikationen, jeweils mit kurzen Erläuterungen.

Übelkeit und Erbrechen

Bei Übelkeit und Erbrechen, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, kann Reglan antiemetisch wirken und das Brechzentrum im Gehirn beeinflussen.

Zusätzlich kann die Beruhigung der Übelkeit durch Hemmung bestimmter neurochemischer Signalwege erfolgen, wodurch sich das Allgemeinbefinden verbessert.

Gastroparese und verzögerte Magenentleerung

Bei verzögerter Magenentleerung, insbesondere im Rahmen bestimmter Erkrankungen, kann Reglan die Magentätigkeit erhöhen und die Entleerung fördern.

Dies kann zu einer verbesserten Verdauung und weniger Beschwerden führen, sofern eine entsprechende Indikation bestätigt ist.

Wirkprinzip: Einfache Erklärung und tiefergehende Pharmakologie

Auf einfache Weise wirkt Reglan durch Hemmung der Dopamin-D2-Rezeptoren im Brechzentrum des Gehirns, was eine antiemetische Wirkung verursacht.

Zusätzlich entfaltet der Wirkstoff prokinetische Effekte im Verdauungstrakt, indem er die Aktivität von 5-HT4-Rezeptoren stimuliert und so die Beweglichkeit des Magens erhöht.

Diese Doppelwirkung – antiemetisch durch zentrale Hemmung der Brechreflexe und prokinetisch durch motorische Unterstützung der Magen-Darm-Bewegung – trägt zur Linderung von Beschwerden bei.

Pharmakodynamisch trägt die D2-Rezeptorblockade zur Hemmung des Brechzentrums bei, während die Stimulation der 5-HT4-Rezeptoren im GI-Trakt die Motilität fördert. Die Wirkung ist durch individuelle Unterschiede in der Pharmakokinetik beeinflusst.

Pharmakodynamische Details

Metoclopramid bindet als Antagonist an D2-Rezeptoren im Brechzentrum, wodurch ein Reflexzentrum der Übelkeit abgeschwächt wird.

Im GI-Trakt wirken zentrale und periphere Mechanismen zusammen; die Aktivierung von 5-HT4-Rezeptoren erhöht die peristaltische Aktivität, die Speiseröhre- und Magen-Tonus verändert sowie die Magenentleerung beschleunigt.

In Abhängigkeit von der Dosis und dem individuellen Zustand können Nebenwirkungen wie Bewegungsstörungen auftreten, insbesondere bei längerer Anwendung.

Praktische Dosierung und Verabreichung

Die Dosierung wird durch den behandelnden Arzt festgelegt und orientiert sich an der Indikation, dem Alter sowie dem Gesundheitszustand des Patienten.

Verabreichungsformen umfassen orale Darreichungsformen (Tabletten oder Suspension) sowie parenterale Zubereitungen zur Injektion. Die Auswahl hängt von der Situation und dem Anwendungsziel ab.

Bei Bedarf können Verabreichungsintervalle angepasst werden, um eine angemessene Wirksamkeit bei tolerierbarer Belastung zu erreichen.

Bildung von Nebenwirkungen kann durch Anpassung der Dosis oder Unterbrechung der Behandlung gemanagt werden, daher ist eine enge Abstimmung mit dem verschreibenden Fachpersonal erforderlich.

Eine regelkonforme Anwendung erfolgt entsprechend dem ärztlichen Plan, wobei keine eigenmächtige Verlängerung oder Erweiterung der Indikation erfolgen sollte.

Bei Unsicherheiten bezüglich der Einnahmeformen oder der Verabreichung ist eine Rücksprache mit der Apotheke oder dem betreuenden Arzt ratsam.

Sicherheit, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Gegenanzeigen umfassen bekannte Überempfindlichkeit gegen Metoclopramid oder andere Bestandteile, mechanische Darmläsionen (z. B. Obstruktion), Perforation, GI-Blutung sowie schwere Leber- oder Nierenerkrankungen, in denen eine Anpassung der Therapie erforderlich sein könnte.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Sedierung, Benommenheit oder Schwindel. Extrapyramidale Symptome wie motorische Unruhe oder Zuckungen können auftreten, besonders bei hohen Dosen oder längerer Behandlung.

Ein erhöhtes Risiko für tardive Dyskinesien (dauerhafte motorische Fehlbewegungen) besteht bei langfristiger Anwendung oder wiederholtem Einsatz; daher werden Langzeitbehandlungen kritisch geprüft.

Schwangere und stillende Personen sollten die Anwendung sorgfältig abwägen; eine Bewertung des Nutzen-Reilverhältnisses erfolgt durch den behandelnden Arzt. Die Einnahme während der Stillzeit ist in der Regel zu vermeiden, da Auscheidungen in die Muttermilch möglich sind.

Bei bestehenden neurologischen Erkrankungen, Epilepsie oder anderen besonderen Risikofaktoren ist eine enge medizinische Überwachung erforderlich; bei Verschlimmerung von Symptomen ist umgehend ärztliche Hilfe zu suchen.

Schwangerschaft, Stillzeit und spezielle Risikogruppen

Die Behandlung mit Reglan während der Schwangerschaft erfolgt nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt. Eine nicht notwendige Anwendung sollte vermieden werden.

In der Stillzeit kann das Risiko einer Übertragung in die Muttermilch bestehen; daher ist eine individuelle Beratung durch medizinisches Fachpersonal erforderlich.

Bei älteren Patienten oder Personen mit schweren Vorerkrankungen ist besondere Vorsicht geboten; die Entscheidung zur Anwendung erfolgt nach ärztlicher Beurteilung.

Risikogruppen erhalten eine individuelle Bewertung hinsichtlich Nutzen, Sicherheit und möglicher Alternativen.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Wechselwirkungen können die Wirksamkeit oder Sicherheit beeinflussen. Besonders zu berücksichtigen sind zentral derschütternde Substanzen, Sedativa und andere Arzneimittel, die das Nervensystem beeinflussen.

Hinzu kommen mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten, die das QT-Intervall-Verlängerungspotenzial haben; eine sorgfältige Abstimmung mit dem behandelnden Arzt ist erforderlich.

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Antiemetika oder Prokinetika kann die Behandlung entsprechend angepasst werden, um überschneidende Wirkungen oder Nebenwirkungen zu vermeiden.

Es wird empfohlen, alle aktuell verwendeten Arzneimittel, including rezeptpflichtige, frei verkäufliche Präparate und pflanzliche Produkte, beim medizinischen Fachpersonal offen zu legen.

Lagerung, Haltbarkeit und Abgabe

Reglan ist bei Raumtemperatur in Originalverpackung aufzubewahren, geschützt vor Feuchtigkeit und direkter Lichteinwirkung.

Verfallsdaten sind zu beachten; abgelaufene Präparate sollten nicht verwendet werden. Die Abgabe kann je nach Rechtslage und individueller Verschreibung variieren.

Bei Fragen zur Lagerung oder geeigneten Aufbewahrung sind Apothekerinnen und Apotheker oder der Verschreiber zu konsultieren.

Im medizinischen Umfeld wird die Haltbarkeit der Zubereitungen entsprechend den Herstellervorgaben angegeben und regelmäßig überprüft.

Vergleich mit verwandten Wirkstoffen

MedikamentWirkmechanismusHauptanwendungsgebieteWichtige Hinweise
Metoclopramid (Reglan)D2-Rezeptorantagonist; prokinetische WirkungAntiemetik; Förderung der MagenentleerungExtrapyramidale Nebenwirkungen möglich; Langzeitanwendung mit Risiko
DomperidonD2-Rezeptorantagonist; prokinetische WirkungAntiemetik; Förderung der MagenentleerungGeringere zentrale Wirkung; kardiovaskuläre Vorsicht beachten
Ondansetron5-HT3-RezeptorantagonistAntiemetikum ohne ProkinetikKein direkter Einfluss auf die Magenentleerung

Häufig gestellte Fragen zu Reglan

Diese FAQ bietet eine Orientierung zu häufigen Fragen; sie ersetzt keinen individuellen Beratungstermin mit einer Apothekerin oder einem Apotheker oder dem behandelnden Arzt.

Kann Reglan Übelkeit schnell lindern?

In vielen Fällen kann eine spürbare Besserung innerhalb weniger Stunden eintreten; individuelle Reaktionen variieren jedoch und hängen von der Ursache der Übelkeit ab.

Was passiert, wenn eine Dosis vergessen wurde?

Bei einer vergessenen Dosis sollte die nächste reguläre Dosis zum geplanten Zeitpunkt eingenommen werden. Die doppelte Dosis sollte vermieden werden; der behandelnde Arzt oder Apotheker kann bei Unsicherheit beraten.

Wie lange darf Reglan sicher eingenommen werden?

Die sichere Behandlungsdauer wird durch den Arzt festgelegt und berücksichtigt Risikofaktoren wie extrapyramidale Nebenwirkungen. Langzeitanwendungen sollten vermieden oder streng überwacht werden.

Ist der Konsum von Alkohol während der Einnahme sicher?

Alkohol kann die Sedierung verstärken und die Wahrnehmung beeinträchtigen. Ein Verzicht oder eine Einschränkung wird empfohlen, soweit ärztlich nicht anders verordnet.

Können Kinder Reglan verwenden?

Die Anwendung bei Kindern erfolgt ausschließlich unter ärztlicher Anweisung und Dosierung, die dem Alter und dem Gewicht des Kindes entspricht.

Ist eine Behandlung während der Schwangerschaft sicher?

Eine Behandlung während der Schwangerschaft erfolgt nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens und der potenziellen Risiken durch den behandelnden Arzt.

Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?

Nebenwirkungen können Sedierung, Schwindel oder Missempfindungen umfassen. Extrapyramidale Symptome sind bei bestimmten Patienten möglich, insbesondere bei höheren Dosen oder längerer Anwendung.

Was ist bei Anzeichen von Bewegungsstörungen zu tun?

Bei neu auftretenden oder sich verschlechternden Bewegungsstörungen ist umgehend medizinischer Rat einzuholen. Eine Anpassung der Therapie kann erforderlich sein.

Wie lange dauert es, bis Reglan wirkt?

Der Effekt kann zeitnah einsetzen, insbesondere bei Übelkeit; bei Magenentleerungsstörungen kann die Wirkung über mehrere Stunden hinweg sichtbar werden. Individuelle Unterschiede bleiben möglich.

Was tun bei einer vermeintlichen Überdosierung?

Bei Verdacht auf Überdosierung wird unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Der Arzt entscheidet über weitere Schritte, einschließlich Überwachung oder Behandlung von Nebenwirkungen.

Kann Reglan mit anderen Medikamenten interagieren?

Wechselwirkungen sind möglich; daher sollten alle aktuellen Arzneimittel (rezeptpflichtig, frei verkäuflich, pflanzliche Präparate) dem behandelnden Fachpersonal mitgeteilt werden.

Gibt es spezielle Hinweise zur Einnahme bei Alter oder Nierenerkrankungen?

Bei bestimmten Vorerkrankungen oder im höheren Alter kann eine Anpassung der Behandlung erforderlich sein. Die Entscheidung trifft der behandelnde Arzt nach individueller Beurteilung.

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Katharina Leitner
Medizinisch überprüft von
Katharina Leitner
Fachärztin für Allgemeinmedizin (Dr. med. univ.)