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Antibakteriell

Produkte zur Vorbeugung und Bekämpfung bakterieller Infektionen bei Haut, Wunden und Mundraum: Wundantiseptika, Desinfektionsmittel, antibakterielle Seifen, Cremes und Mundspülungen sowie entsprechende Pflegeprodukte zur Reinigung und Keimreduktion.

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Antibakteriell

Produkte zur Vorbeugung und Bekämpfung bakterieller Infektionen bei Haut, Wunden und Mundraum: Wundantiseptika, Desinfektionsmittel, antibakterielle Seifen, Cremes und Mundspülungen sowie entsprechende Pflegeprodukte zur Reinigung und Keimreduktion.

Antibakteriell bezeichnet Arzneimittel, die Bakterien bekämpfen oder deren Wachstum hemmen. Diese Substanzen werden in der Medizin eingesetzt, um bakterielle Infektionen zu kontrollieren und Komplikationen zu vermeiden. In der Alltagssprache werden solche Präparate oft als Antibiotika bezeichnet; fachlich gehören dazu verschiedene Wirkstoffklassen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und Wirkspektren.

Häufige Einsatzgebiete sind Atemwegsinfektionen, Harnwegsinfekte, Haut- und Weichteilinfektionen sowie bestimmte Augen- oder Ohrenentzündungen. Manche Wirkstoffe werden auch zur Vorbeugung bei Zahnbehandlungen oder bei Operationen verwendet, andere speziell gegen bestimmte Erreger wie Anaerobier oder typische Erreger von Geschlechtskrankheiten. Die Auswahl richtet sich nach vermutetem Erreger, Lokalisation der Infektion und dem Schweregrad.

In dieser Kategorie finden sich verschiedene Medikamententypen und Darreichungsformen. Dazu gehören orale Präparate wie Trimox (Amoxicillin) oder Bactrim (Sulfamethoxazol/Trimethoprim), Makrolide wie Rulide, Tetracycline wie Vibramycin (Doxycyclin) sowie Cephalosporine wie Suprax (Cefixim). Für Harnwegsinfekte ist Furadantin (Nitrofurantoin) ein typischer Vertreter, für Augeninfektionen spezielle Augentropfen und -salben wie Ciloxan oder Ocuflox und Kombinationspräparate wie Tobradex bei entzündlichen Augenbefunden.

Sicherheit und Verträglichkeit sind wichtige Aspekte bei antibakteriellen Arzneimitteln. Allergische Reaktionen, Magen-Darm-Beschwerden oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können auftreten; die Häufigkeit und Art der Nebenwirkungen unterscheiden sich zwischen Wirkstoffen. Viele Präparate sind verschreibungspflichtig, Packungsbeilagen enthalten Hinweise zu Kontraindikationen, Wechselwirkungen sowie speziellen Vorsichtsmaßnahmen für Schwangerschaft und Stillzeit.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Resistenzentwicklung: Bakterien können gegenüber bestimmten Wirkstoffen unempfindlich werden, wenn Antibiotika nicht sachgerecht angewendet werden. Deshalb spielt die abgestimmte Auswahl des Wirkstoffs, die richtige Dosierung und die festgelegte Anwendungsdauer eine Rolle bei verantwortungsvollem Einsatz. Auch die Unterscheidung zwischen systemischen Präparaten und lokalen Anwendungen wie Augentropfen oder Salben ist relevant.

Bei der Auswahl achten Nutzerinnen und Nutzer häufig auf Indikation, Wirkstoffklasse, Darreichungsform, Verträglichkeit und bekannte Nebenwirkungen sowie auf Informationen zur Anwendungshäufigkeit. Weitere Entscheidungskriterien sind Allergiehinweise, mögliche Wechselwirkungen mit bestehenden Medikamenten und die Frage, ob ein Produkt rezeptpflichtig ist oder als lokale Therapie verfügbar ist. Produktkennzeichnungen und die Packungsbeilage liefern zusätzliche sachliche Informationen zur Anwendung.

Stefan Huber
Medizinisch überprüft von
Stefan Huber
Mag. pharm., Staatlich geprüfter Apotheker; Leiter der pharmazeutischen Abteilung