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Metoclopramid

Auch bekannt als: Paspertin Vomacur
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Hinweis: Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen kein Beratungsgespräch mit Ihrem Apotheker oder Arzt. Wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker oder an Ihren Arzt.

Maxolon im Überblick

Maxolon ist ein Medikament aus der Klasse der Antiemetika und Prokinetika, das Metoclopramid enthält und der Linderung von Übelkeit sowie der Förderung der Magen-Darm-Bewegung dient.

Es wird eingesetzt, um Übelkeit und Erbrechen zu verhindern oder zu behandeln und dabei die normale Magen-Darm-Bewegung zu unterstützen. Die Anwendung erfolgt in der Regel unter ärztlicher Anleitung oder gemäß Beipackzettel. Die Einnahme richtet sich nach individuellen Bedürfnissen, Gesundheitszustand und Begleiterkrankungen.

Dieses Produkt ist in Österreich möglicherweise verschreibungspflichtig; je nach lokalen Regelungen kann es ein Rezept erfordern. Prüfen Sie ggf. die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker, ob eine Verschreibung notwendig ist.

Wirkmechanismus von Maxolon verstehen

Der Wirkstoff Metoclopramid blockt bestimmte Dopaminrezeptoren im Brechzentrum des Gehirns, was Übelkeit reduziert. Gleichzeitig erhöht es die Beweglichkeit des Magens und des Darms, wodurch der Speisebrei schneller weitergeht.

Auf der Ebenen der Chemie wirkt es auch auf Serotoninrezeptoren im Magen-Darm-Trakt, was die Entleerung des Magens beschleunigt. Dieser doppelte Effekt hilft oft, Übelkeit zu lindern und die Verdauung zu unterstützen.

Zusammengefasst: Es wirkt am Brechzentrum und am Darm, um Übelkeit zu verhindern und die Verdauung in Bewegung zu bringen.

Offizielle Indikationen von Maxolon

Offizielle Indikationen umfassen Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, einschließlich postoperativer Übelkeit, Übelkeit durch Chemotherapie oder Strahlentherapie sowie gastrointestinale Störungen, bei denen eine schnellere Magenentleerung gewünscht ist.

Zusätzlich dient es dazu, die Magen-Darm-Bewegung zu unterstützen, wenn sich der Nahrungstransport verzögert hat, etwa bei bestimmten Formen der Gastroparese oder Magenentleerungsstörung.

Die Verordnung hängt von lokalen Vorschriften ab. Wenn Sie unsicher sind, ob Maxolon für Ihre Situation geeignet ist, fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker oder folgen Sie der Anweisung Ihres behandelnden Arztes.

Weitere Anwendungsgebiete jenseits der Zulassung

In bestimmten Fällen kann Maxolon auch außerhalb der Zulassung eingesetzt werden, um Übelkeit oder Erbrechen zu behandeln, die durch andere Ursachen verursacht werden. Diese Anwendungen erfolgen nur nach sorgfältiger Abwägung durch Ärztinnen oder Ärzte.

Off-label-Verwendungen bedeuten, dass die Zulassung für diese Indikationen nicht offiziell beschrieben ist. Falls Sie eine solche Anwendung in Erwägung ziehen, besprechen Sie Nutzen und Risiken bitte ausführlich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Apothekerin.

Beachten Sie, dass Off-label-Anwendungen besondere Aufmerksamkeit erfordern, insbesondere bei bestehenden Grunderkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit. Ihr medizinisches Team trifft die Entscheidung auf Basis individueller Umstände.

Dosierung und praktische Anwendung

Die Dosis und Anwendungsfrequenz werden individuell festgelegt. Sie richten sich nach dem Beschwerdebild, Alter, Begleiterkrankungen und Begleitmedikation.

Sie sollten Maxolon mit Wasser einnehmen. Die Einnahme kann je nach Situation vor oder nach Mahlzeiten erfolgen, wie von Ihrem Arzt oder Apotheker empfohlen. Vermeiden Sie Alkohol, da dieser die Nebenwirkungen verstärken kann.

Lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie mit der Einnahme beginnen. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker nach der empfohlenen Anwendung in Ihrem Fall.

Sicherheit, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Zu den Gegenanzeigen gehören bekannte Überempfindlichkeit gegen Metoclopramid sowie bestimmte Bewegungsstörungen, schwere Leberfunktionsstörungen oder Vorliegen einer erhöhten Risikosituation für extrapyramidale Beschwerden. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über Ihre Vorgeschichte.

Nebenwirkungen können auftreten, am häufigsten sind Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen oder leichtes Zwicken im Bauch. Weniger häufig können Bewegungsstörungen, Zittrigkeit oder Unruhe auftreten. Sprechen Sie bei auffälligen oder anhaltenden Beschwerden mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Arzt.

Bei Schwangerschaft oder Stillzeit ist eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung notwendig. Falls Sie schwanger werden könnten oder stillen, fragen Sie vor der Einnahme nach Rat. Bei schweren allergischen Reaktionen suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.

Wechselwirkungen, Ernährung und Alltag

Maxolon kann mit anderen Medikamenten wechselwirken. Informieren Sie Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, insbesondere Beruhigungsmittel, andere Antiemetika, Parkinson-Menger und bestimmte Medikamente gegen Depressionen.

Alkohol kann die dämpfende Wirkung von Maxolon verstärken und zu Müdigkeit oder Schwindel führen. Ebenso kann die Einnahme in Kombination mit bestimmten Medikamenten den Blutdruck, die Herzfrequenz oder das zentrale Nervensystem beeinflussen. Vermeiden Sie daher Alkohol während der Behandlung.

In der Praxis kann der Aufnahmeverlauf von Metoclopramid durch Nahrungsmittel beeinflusst werden. Sprechen Sie mit Ihrem Apothekerin oder Apotheker, wann und wie Sie Maxolon am besten einnehmen, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Spezielle Hinweise für bestimmte Patientengruppen

Bei älteren Menschen, Menschen mit Leber- oder Nierenproblemen oder bei bestehenden Bewegungsstörungen ist besondere Vorsicht geboten. Ihr Arzt kann die Dosis entsprechend anpassen und häufiger kontrollieren.

Bei Leberfunktionsstörungen oder fortgeschrittener Nierenerkrankung kann die Haltbarkeit des Medikaments beeinträchtigt sein. Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie solche Erkrankungen haben.

Stillende Mütter sollten beachten, dass Metoclopramid in die Muttermilch übergehen kann. Sprechen Sie über alternative Optionen oder Anpassungen der Behandlung mit Ihrem Arzt.

Vergleich mit ähnlichen Medikamenten

Hier finden Sie eine kurze Gegenüberstellung einiger gängiger Antiödemika und Prokinetika, um Unterschiede besser zu verstehen.

WirkstoffHauptanwendungsgebietBesonderer Hinweis
Metoclopramid (Maxolon)Übelkeit, Erbrechen; Förderung der Magen-Darm-BewegungKann Bewegungsstörungen verursachen, besonders bei längerer Einnahme
DomperidonÜbelkeit, Erbrechen; Magenentleerung unterstützenHerzrisiken beachten; nicht in allen Patientengruppen empfohlen
OndansetonÜbelkeit, Erbrechen verschiedener UrsachenBeeinflusst nicht die Magenbewegung; häufiger Brechzentrum-Effekt

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich Maxolon während der Schwangerschaft verwenden?

Eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko ist nötig. Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet, ob der Nutzen die eventuellen Risiken überwiegt. Fragen Sie vor der Einnahme nach Rat.

Wie schnell wirkt Maxolon typischerweise?

Die Wirkung kann innerhalb von Minuten bis Stunden einsetzen, je nach Ursache der Übelkeit und individuellem Ansprechen. Wenn Sie keine Besserung bemerken, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?

Nehmen Sie die vergessene Dosis nicht sofort nach, wenn es bald Zeit für die nächste ist. Überspringen Sie die verpasste Dosis und fahren Sie nach dem gewohnten Plan fort. Sprechen Sie bei Unsicherheit mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker.

Kann ich Maxolon mit Alkohol zusammen einnehmen?

Alkohol kann die beruhigende oder sedierende Wirkung verstärken und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Vermeiden Sie Alkohol während der Behandlung oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Wie lange darf ich Maxolon verwenden?

Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein und nach ärztlicher Anordnung erfolgen. Bei längerer Behandlung besteht ein erhöhtes Risiko von Bewegungsstörungen oder anderen Nebenwirkungen, weshalb regelmäßige Kontrollen wichtig sind.

Ist Maxolon sicher für ältere Menschen?

Bei älteren Menschen wird die Behandlung oft sorgfältig überwacht. Es können sensible Reaktionen auftreten, daher wird die Dosis häufig angepasst und die Behandlung eng begleitet.

Was muss ich bei Leberproblemen beachten?

Lebererkrankungen können die Verarbeitung des Medikaments beeinflussen. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis reduzieren oder häufiger kontrollieren, wie Sie darauf reagieren.

Welche Nebenwirkungen sind häufig?

Zu den häufigeren Nebenwirkungen gehören Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Falls Nebenwirkungen stark oder anhaltend sind, melden Sie sich bei Ihrer Apothekerin oder Ihrem Arzt.

Was tun, wenn es mir schlechter geht oder eine schwere Reaktion auftritt?

Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion, Brustschmerzen, Atemnot oder andere ernste Symptome bemerken. Wenden Sie sich im Zweifel an den Bereitschaftsdienst oder Ihre örtliche Notfallnummer.

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Markus Steiner
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Markus Steiner
Mag. pharm., Apotheker und Medizinredakteur